Informationsveranstaltung zur geplanten Obdachlosenunterkunft mit Richrather Bürgern und Lokalpolitikern vom 11.3

Die Veranstaltung wurde in der Rheinischen Post vom 12.3 beschrieben. Hier der Link zum Artikel: Langenfeld: Diskussion um Obdachlosenunterkunft im Richrather Treff

Die Bürgerwünsche zur geplanten Obdachlosenunterkunft  werden hier vollständig zusammengefasst und geteilt (siehe Foto und Artikel unten).

Im Rahmen des Bürgertreffs zur geplanten Obdachlosenunterkunft hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre zwei wichtigsten Wünsche sowie Anregungen zur Größe und Ausgestaltung der Einrichtung auf Karten zu notieren. Die gesammelten Beiträge wurden anschließend thematisch gebündelt. Insgesamt lassen sich die Rückmeldungen in mehrere zentrale Themenbereiche einordnen.

Ein häufig genanntes Anliegen betrifft die Größe und Struktur der Unterkunft. Mehrere Bürgerinnen und Bürger wünschen sich kleinere Einheiten statt einer großen Sammelunterkunft. Teilweise wurde angeregt, Unterkünfte dezentral im Stadtgebiet zu verteilen, um eine bessere Integration zu ermöglichen und eine zu hohe Konzentration an einem Standort zu vermeiden. In diesem Zusammenhang wurde vereinzelt auch der Wunsch nach einem anderen Standort geäußert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sicherheit und Ordnung im Umfeld der Einrichtung. Genannt wurden unter anderem Maßnahmen wie Videoüberwachung im unmittelbaren Umfeld sowie ein Sicherheitsdienst bei Bedarf, auch in den Abendstunden. Hintergrund dieser Vorschläge ist der Wunsch, mögliche Belastungen für das Wohngebiet – etwa durch Lärm oder Konflikte – möglichst gering zu halten.

Mehrere Beiträge betonen die Bedeutung einer sozialen Betreuung vor Ort. Vorgeschlagen wurde beispielsweise die Einrichtung eines Sozialarbeitsbüros sowie eine regelmäßige Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner tagsüber. Eine gute soziale Begleitung wird als wichtiger Beitrag gesehen, um Unterstützung anzubieten und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Auch die Aufenthaltsdauer in der Unterkunft wurde thematisiert. Mehrere Bürgerinnen und Bürger wünschen sich, dass die Unterkunft vor allem als Übergangslösung dient und die Verweildauer möglichst kurz bleibt. Damit verbunden ist der Wunsch nach einer schnelleren Vermittlung in regulären Wohnraum.

In diesem Zusammenhang wurde mehrfach auf die Bedeutung von mehr bezahlbarem Wohnraum hingewiesen. Einige Teilnehmende betonten, dass langfristige Lösungen für Obdachlosigkeit nur möglich seien, wenn ausreichend günstige Wohnungen zur Verfügung stehen – insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen.

Neben diesen Punkten wurde auch die Bedeutung von Transparenz, Begegnung und gesellschaftlicher Akzeptanz angesprochen. Vorgeschlagen wurde unter anderem ein Tag der offenen Tür, um Nachbarschaft und Einrichtung miteinander ins Gespräch zu bringen. Gleichzeitig wurde der Wunsch geäußert, den Menschen, die die Unterkunft nutzen müssen, mit Respekt zu begegnen und eine Stigmatisierung zu vermeiden.

Zusammenfassend zeigen die Rückmeldungen der Teilnehmenden, dass neben Fragen der Größe und Sicherheit vor allem eine gute soziale Betreuung, möglichst kurze Aufenthaltszeiten sowie langfristige Lösungen durch mehr bezahlbaren Wohnraum als wichtige Faktoren gesehen werden. Gleichzeitig besteht der Wunsch nach einem respektvollen und transparenten Umgang mit dem Thema innerhalb der Nachbarschaft.

Hinweis in eigener Sache: Uns liegt viel daran, den begonnenen Austausch zwischen Lokalpolitik und den Richrather Bürgerinnen und Bürgern weiterzuführen. Eine Nachfolgeveranstaltung zur Obdachlosenunterkunft ist sehr wahrscheinlich. Zudem prüfen wir, ob und in welchem Format wir auch zum Thema Bahnübergang eine passende Veranstaltung anbieten können. Sobald konkrete Termine feststehen, melden wir uns.

Published On: 15 März, 2026

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